Für das Wohl der Gemeinschaft

Awabakal – eine städtische Aborigine Organisation in Newcastle, Australien

SDG 11 beschäftigt sich mit einem Grundbedürfnis des Menschen, dem Wohnen. Wo und wie Menschen wohnen ist ganz wesentlich für ihr Leben, oft sogar für ihr Überleben. Dabei bedeutet Wohnen mehr als nur eine Behausung mit einem Dach über dem Kopf. Es geht auch um die Verwirklichung von Grundbedürfnissen wie essen, trinken, waschen und schlafen und alledem was den Wohnraum zu einem Zu-Hause macht. Hierzu gehören auch die Nachbarschaft, soziale Kontakte sowie öffentliche Plätze, die von Zu-Hause aus erreicht werden können. Der Wohnraum ist sowohl kulturell und ökonomisch als auch von der natürlichen Umgebung geprägt. Manche Menschen können den Ort, an dem sie wohnen, frei wählen und ihren Wohnraum gemäß ihren Wünschen und Bedürfnissen selbst gestalten. Vielen Menschen können dies aber aus wirtschaftlichen, sozialen oder politischen Gründen nicht.[1

Von aktuell ca. 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde lebt mehr als die Hälfte in Städten. Prognosen zufolge werden bis 2050 etwa zwei Drittel aller Menschen in Städten wohnen; auf dem Land hingegen weniger als 30 % der Menschen. Die rasante Verstädterung und das zunehmende Stadt-Land Ungleichgewicht bedeuten, dass es besonders für Menschen aus einkommens- und bildungsschwächeren Schichten sowie für Randgruppen der Bevölkerung kaum noch bezahlbaren Wohnraum gibt. [2] Deshalb geht es im SDG 11 darum sicherzustellen, dass alle Menschen Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und einer Grundversorgung haben (SDG 11.1). Bürger*innen in allen Ländern sollen die Möglichkeit haben, an der Gestaltung und Planung von Städten und Siedlungen mitzuwirken. (SDG 11.3).

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Traditionelles medizinisches Wissen der Matsés in Krisenzeiten

von Daniel Manquiol Jiménez Huanán und Elke Falley-Rothkopf

Gesundheit und Wohlergehen stehen für alle Menschen besonders in der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie an oberster Stelle. Die Pandemie betrifft alle Menschen in fast allen Ländern der Welt. Jedoch trifft sie nicht alle Bevölkerungsgruppen in den jeweiligen Ländern gleichermaßen, denn bereits gesundheitlich, sozial oder wirtschaftlich geschwächte und marginalisierte Menschen sind besonders betroffen. In dieser Pandemie, wenngleich sie auch viele im Umgang mit den Auswirkungen und in der Bekämpfung der Krankheit eint, zeigt sich auch ein unterschiedliches Verständnis von Gesundheit und Wohlergehen und wie dieses erreicht und erhalten werden kann.

In Deutschland stehen im Zusammenhang mit der Pandemie sowie grundsätzlich zur Erreichung von SDG 3 der „[…] Zugang zu guter medizinischer Versorgung, lebensrettenden Medikamenten, gesunder Ernährung, sauberem Wasser und guter Luft […]“ im Vordergrund.[1] In der aktuellen Coronavirus-Pandemie finden sich weltweit betrachtet große Unterschiede beim Zugang zu guter medizinischer Versorgung und lebensrettender medizinischer Technik, während die sog. Biomedizin speziell gegen das Covid 19-Virus noch über kein Medikament verfügt.

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Erneuerbare Energien und Indigene Völker – ein Beispiel von Haida Gwaii

von Pedro Coña Caniullan

Laut einem Bericht der Weltbank und anderer Organisationen zufolge haben derzeit etwa 800 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu Elektrizität. 84% dieser Menschen leben in ländlichen Gebieten.[1] Um das nachhaltige Entwicklungsziel 7 (SDG 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern) zu erreichen, müssen die Länder ihre Anstrengungen verstärken und sowohl den Energieverbrauch weiter reduzieren als auch den Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromversorgung erhöhen. SDG7 ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral und nachdrücklich verbunden mit anderen SDGs wie der Beendigung von Armut (SDG1) und Hunger (SDG2), mit wirtschaftlicher Entwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen (SDG8), der Stärkung von Frauen (SDG5) und nicht zuletzt mit dem Klimaschutz (SDG13).[2]

Deutschland gilt als „Energiewende-Land“ und der Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromversorgung nimmt ständig zu. Damit leistet Deutschland seinen Beitrag zu Unterziel 7.2. Zur Erreichung des Klimaziels 2020 sind jedoch weitere Schritte zum Ausstieg aus dem Kohlebergbau sowie zur Anpassung der Stromnetze und zur Reduzierung des Energieverbrauchs insgesamt notwendig. Bedingt durch die Maßnahmen in der Corona-Krise wird Deutschland sein Klimaziel für 2020 entgegen aller Prognosen voraussichtlich dennoch erreichen. [3]

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Online-Austausch mit indigenen Vertreter*innen als Chance für Ethnologie-Student*innen

von Freya Purzer

Als Studierende der Ethnologie und zukünftige Ethnolog*innen sind Diskussionen und Gespräche mit anderen Menschen fundamental für unsere Arbeit. Gerade in Zeiten von Corona – in denen ethnografisches Arbeiten schwierig ist – müssen wir den Fokus auf den mündlichen Austausch legen. Studierende haben normalerweise viele Möglichkeiten ihren Interessen nachzugehen oder sich neben der Universität weiterzubilden und mit unterschiedlichsten Menschen in Kontakt zu kommen, indem sie Kultur-, Politik-, oder Informationsveranstaltungen besuchen. Durch die Corona-Pandemie sind viele dieser Möglichkeiten weggefallen oder begrenzt worden.

Blogbeitrag Freya

Alternativ zu den Präsenzveranstaltungen werden nun Online-Veranstaltungen angeboten. Eine besondere Gelegenheit bot sich uns hierzu am 17.06.2020 in Form einer Podiumsdiskussion zum Thema „Klimawandel“ mit zwei indigenen Vertreter*innen, Pasang Dolma Sherpa aus Nepal und Rodion Sulyandziga aus Russland. Die Online-Diskussion wurde vor allem für uns – als Teilnehmer*innen – des Tutoriums „Indigene und Klimawandel“ veranstaltet, war aber für weitere Interessent*Innen offen. Im Tutorium haben wir einen Fokus auf den Aspekt ‚Indigenes Wissen‘ und dessen Bedeutung gelegt.

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Großes Interesse an der Online-Podiumsdiskussion zum Krisenmanagement indigener Völker

Die Online Podiumsdiskussion zum Thema:

From being left behind to becoming agents of change in a global pandemic: The potential of indigenous peoples‘ knowledge in managing disasters

fand im Rahmen der Entwicklungspolitischen Diskussionstage statt, die dieses Jahr als Online-Event von der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt Universität zu Berlin ausgerichtet wurden. Indigenous Pressemitteilung-002Mehr als 280 Teilnehmende folgten der spannenden Diskussion mit den beiden Panelgästen, Joan Carling, Convener, Hauptgruppe „Indigene Völker“ zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung und Fiore Longo, Referentin für Forschung und Interessenvertretung, Survival International.

Das Team des SLE, das sich im Vorfeld bei der Auswahl des Themas und der Referent*innen eng mit INFOE koordinierte, moderierte die Paneldiskussion abwechslungsreich und dynamisch. Angesichts der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie beschäftigte sich die Diskussion damit, wie indigene Gemeinschaften von Bedrohungen und Krisen, wie dem Klimawandel, dem Verlust von Land und Ressourcen sowie der Covid 19-Pandemie betroffen sind. Ein weiterer Diskussionspunkt waren die Erfahrungen indigener Gemeinschaften mit der Bewältigung dieser Krisen und Schwierigkeiten und welche Rolle das traditionelle Wissen indigener Völker hierbei spielt. Im Vorfeld der Paneldiskussion wurden indigene Vertreter*innen vom SLE-Team interviewt zu ihren Vorstellungen von und ihrem Engagement für nachhaltige Entwicklung und einzelne SDG Themen, insbesondere auch angesichts aktueller Krisen wie der Covid-19-Pandemie.

Alle diejenigen, die die spannende Paneldiskussion verpasst haben, können sich die Aufzeichnung ansehen.

Rückblick auf die Online-Diskussion: ‚Indigenous Peoples and Climate Change‘

von Tanja Löbbecke, Praktikantin des INFOE und Studentin der Ethnologie an der LMU München

Die Online-Diskussion ‚Indigene und Klimawandel‘ fand am 17.6.2020 als Kooperationsveranstaltung zwischen dem Institut für Ethnologie der Universität zu Köln und INFOE statt. In dieser virtuellen Podiumsdiskussion konnten Masterstudierende des gleichnamigen Tutoriums sowie weitere Teilnehmer*innen Fragen an die zwei indigenen Vertreter*innen Pasang Dolma Sherpa aus Nepal und Rodion Sulyandziga aus Russland stellen.

Blauer Himmel über Shanghai, Delfine in den Kanälen Venedigs und auch in Deutschland eroberten immer mehr Wildtiere die Stadt während der Covid-19 Pandemie. Ein Weckruf, der zeigt, wie schnell schon etwas dafür getan werden könnte und müsste, damit es unserem Planeten und den Menschen, die auf ihm leben, besser geht. Doch nicht nur Positives ist in den letzten Monaten für die Umwelt passiert. So gab es in Russland eine Öl-Katastrophe, welche noch unvorhersehbare Folgen hat und als Teil der Umweltschädigung gesehen werden kann. (Siehe aktuelle Info auf www.infoe.de)

Von Letzterem berichtete Rodion Sulyandziga aus Russland, der mit seiner Kollegin und Co-Panelistin Pasang Dolma Sherpa die nationale Lage der Auswirkungen des Klimawandels in Russland und Nepal vorstellte. Die Beiden gingen auf die Integration Indigener und von indigenem Wissen in den Klimadiskurs ein, erläuterten die Rolle der Medien in diesem Zusammenhang und stellten Wege und Wünsche zu internationalen, ökologischen Gesetzen und Kollaborationen vor. Da beide unter anderem in UN-Organisationen zum Thema Klimawandel aktiv sind, waren ihre Einblicke vielfältig sowohl hinsichtlich der lokalen als auch der globalen Ebene.

(Fotos aus Video-Interviews mit den beiden Vertreter*innen)

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Indigene und Klimawandel

INFOE kooperiert in diesem Sommersemester mit dem Institut für Ethnologie der Universität zu Köln. Im Rahmen des Master-Tutoriums zum Thema ‚Indigene und Klimawandel‘ wird es

am 17.6.2020 von 17.45-19.15Uhr

eine Diskussion mit zwei indigenen VertreterInnen

geben: Pasang Dolma Sherpa aus Nepal und Rodion Sulyandziga aus Russland, die beide in UN-Organisationen zum Thema Klimawandel aktiv sind.

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Die Diskussion wird sich mit Fragen beschäftigen,

  • wie Indigene im (inter)nationalen Klimawandeldiskurs und in der Klimawandelpolitik repräsentiert sind,
  • wie EthnologInnen Indigene bei diesem Thema unterstützen können und welche Auswirkungen der Klimawandel bereits hat.

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit eigene Fragen einzubringen. Die Diskussion ist offen für alle Interessierte und wird als Zoom-Konferenz stattfinden.

Interessierte melden sich bei Sarah Mund (smund4@uni-koeln.de) und erhalten dann den Einladungslink.

Die Zoom-Konferenz wird auf Englisch stattfinden.

Information in English can be found here:

http://ethnologie.uni-koeln.de/content.php?lang=en&kid=438

Rückblick zum Web-Seminar: Peru – Indigene Völker in Zeiten von Covid-19

Das Web-Seminar fand am 28.5.2020 als Kooperationsveranstaltung des Klima-Bündnis, INFOE,  Informationsstelle Peru mit indigenen Partner*innen aus Peru statt

„Die Diskussionsteilnehmer*innen stellten die insgesamt schwierige Situation für die Indigenen dar, die indigene Völker in ganz Amazonien und nicht nur Peru betrifft. In der gesamten Region sind viele Menschen krank, es gibt wenig staatliche Unterstützung und kaum medizinische Versorgung in den indigenen Gemeinden. In den Städten wie Lima, aber auch in den besonders vom Virus betroffenen Städten Iquitos und Pucallpa/Yarinacocha in Amazonien, sind Indigene gestrandet, die wegen des Ausnahmezustands nicht in ihre Gemeinden zurückkehren können. Der ungleiche Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen schließt indigene Gemeinschaften aus, was zur Folge hat, dass die indigene Bevölkerung unverhältnismäßig stark von dem Virus betroffen ist. Als solche offenbart die Pandemie weitere soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichheiten, während die Erschöpfung der Ressourcen, wie z.B. die Abholzung der Wälder, ohne Anzeichen einer Verlangsamung weitergeht.

Diese Krise wirft ein grelles Licht auf die Korruption, die auf allen Regierungsebenen in diesem Land existiert. Es ist eine Schande, dass die Menschen, die uns beschützen sollten, die Situation zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. Es zeigt, dass die zentrale Regierung nicht am Leben der Indigenen interessiert ist.” Jhenny Muñoz Hilares, Vertreter der Asháninka.

Aber es gibt auch einige positive Entwicklungen: Solidarität und Partnerschaften sind der Schlüssel im Kampf gegen das Virus. Es wird einmal mehr deutlich, dass die lokale Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten von großer Bedeutung ist, die zum Beispiel in der Asháninka-Gemeinde durch die Unterstützung der Stadt München gestärkt wurde. Die Klima-Partnerschaft der Stadt Köln mit Yarinacocha versucht ebenfalls, Hilfe zu organisieren. Darüber hinaus zeigen das traditionelle Wissen und die Verwendung von Heilpflanzen, wie Matico, erste Erfolge im Kampf gegen das Virus. Diese Art der Virusbekämpfung ist insbesondere für die Erkrankten ohne Zugang zu ärztlicher Versorgung von größter Bedeutung.“  Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Klima-Bündnis.

Es gibt auch gemeinnützige, von indigenen RepräsentantInnen selbst gegründete und offiziell eingetragene Organisationen, wie AAIDA und Futuro Amazónico (FAMA) aus Loreto, die Spenden sammeln, um Hilfe an betroffene indigene Gemeinschaften weiterzuleiten. Informationen und einen Aufruf von Futuro Amazónico finden Sie hier im spanischen Original.

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Foto ©Daniel Manquiol Jiménez Huanán : Gestrandete Indigene in Iquitos

Weitere Informationen sowie Details zu den Spendenmöglichkeiten bei INFOE e.V. erhalten Sie von: elke@infoe.de

Online-Podiumsdiskussion: „From being left behind to becoming agents of change in a global pandemic“

Online-Podiumsdiskussion im Rahmen der Entwicklungspolitischen Diskussionstage

20. Mai 2020 von 9:30- 11:00Uhr

From being left behind to becoming agents of change in a global pandemic: The potential of indigenous peoples‘ knowledge in managing disasters

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Cover EPDT Flyer

Die Online Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Entwicklungspolitischen Diskussionstage statt, die dieses Jahr als Online-Event von der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt Universität zu Berlin ausgerichtet werden.

Das Team des SLE koordinierte sich bei der Auswahl des Themas und in der Vorbereitung mit INFOE. Der Themenschwerpunkt in Zeiten der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie ist daher angelehnt an die Bildungsarbeit des INFOE zum Beitrag indigener Völker zu nachhaltiger Entwicklung und der Erreichung der SDGs und liegt auf den resilienten Kulturen und den Erfahrungen indigener Völker im Krisenmanagment.

„Seit Jahrhunderten haben sich indigene Gemeinschaften an negative äussere Einflüsse angepasst, die sich stark auf ihre Lebensgrundlagen auswirkten und immer noch auswirken. Sie sind daher Expert*innen für Wandel und Widerstandsfähigkeit. In dieser virtuellen Podiumsdiskussion werden wir mit Vertreter*innen indigener Gemeinschaften diskutieren, welche Strategien zur Krisenprävention und -bewältigung angemessen und erfolgreich sein könnten und wie die internationale Entwicklungszusammenarbeit wie auch nationale Regierungen solche Strategien umsetzen können, um Leben zu retten.“

Gäste der Online-Podiumsdiskussion sind:

  • Joan Carling, Convener, Hauptgruppe „Indigene Völker“ zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung
  • Fiore Longo, Referentin für Forschung und Interessenvertretung, Survival International
  • Jacqueline Begerow, Leiterin der Globalen Initiative Katastrophenrisikomanagement, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), tbc „

Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Notstand im Amazonasgebiet: Indigene von COVID-19 bedroht

Gemeinsame Pressemitteilung des INFOE, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie, und des Klima-Bündnis

Frankfurt am Main, 21. April 2020. Der COVID-19-Virus stellt auch die indigenen Völker des Amazonasbeckens vor eine enorme Herausforderung. Nach den verheerenden Bränden im letzten Jahr erklärte die Partnerorganisation des Klima-Bündnis, der Dachverband der indigenen Völker des Amazonasbeckens (COICA), erneut den Notstand.

Menschen_warten_in_den_Straßen_von_Yarinacocha__Peru__auf_Unterstützung__Quelle_Tereza_Soria_Gonzales

Foto: Tereza Soria Gonzalez

„Die Situation ist wirklich sehr schwierig. Das Militär versagt bei den Kontrollen der Boote und Transporter. Auch die schleppend anlaufende Belieferung der Gemeinden mit Nahrungsmitteln und medizinischen Materialien geht ohne Schutzvorkehrungen vonstatten.“, sagt Lizardo Cauper, Präsident der peruanischen Vertretung indigener Völker, AIDESEP.

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