Nachrichten aus Karamoja

von Esther Atem, ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Karamoja Development Forum

Die Region Karamoja liegt im nordöstlichen Teil von Uganda in Ostafrika. Die Menschen in Karamoja sind überwiegend Kleinbäuer*innen und Viehzüchter*innen. Wie in den meisten Teilen der Welt hat die COVID-19-Pandemie auch die Menschen in Karamoja nicht verschont und die unsäglichen Auswirkungen sind täglich spürbar. Die Mythen und falschen Informationen und Vorstellungen über das Virus und die Impfstoffe machen die Situation noch undurchsichtiger – die Menschen sind so skeptisch, dass sie die Impfstoffe nicht annehmen. Auch wenn die Regierung Massenimpfungen durchführt, ist es noch ein weiter Weg, um die Massen davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen – ganz zu schweigen vom unzureichenden Impfstoff für das ganze Land. Auch wenn die Statistiken aufgrund der niedrigen Testraten weder einen Anstieg noch einen Rückgang der aktiven COVID-19-Fälle erkennen lassen, stellt COVID-19 nach wie vor eine große Herausforderung für die Region dar, und es bleibt noch viel zu tun, um die Bevölkerung zur Impfung gegen das tödliche Virus zu bewegen.

Mit einer kleinen Spendenaktion konnte INFOE das Karamoja-Development-Forum bei seiner Aufklärungsarbeit in den abgelegenen Gebieten unterstützen. Ebenso konnten mit Spendengeldern dringend benötigte Sauerstoffflaschen für das Krankenhaus in Moroto besorgt werden. Simon Peter Longoli vom KDF hier bei der Übergabe einer der mit INFOE Spenden finanzierten Sauerstoffflaschen im September 2021.
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Caminos Indigenas: Mapuche Stimmen aus Argentinien und Chile

von Pedro Cona Caniullan

Gemeinsam mit der Abteilung für Altamerikanistik des Instituts für Archäologie und Kulturanthropologie der Universität Bonn veranstaltet INFOE in diesem Wintersemester eine Ringvorlesung mit dem Titel „Caminos indígenas: Resistir, superar y crear en el transcurso del tiempo de un mundo globalizado“ (Indigene Wege: Widerstand, Überwindung und Gestaltung in Zeiten einer globalisierten Welt). In der zweiwöchentlich donnerstags stattfindenden Veranstaltungsreihe sprechen indigene Wissensträger*innen aus fünf Regionen des Amazonastieflands von Ecuador und Peru sowie der Mapuche aus argentinien und Chile von Globalisierungsprozessen, Klimawandel, der aktuellen Pandemie und ähnlichen globalen Krisen in den lokalen Regionen. Sie zeigen auch, welche Initiativen die Gemeinschaften von der Vergangenheit bis heute und für die Zukunft entwickelt haben, um ihr Wissen und kulturelle Besonderheiten lebendig zu halten und auf dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung voranzuschreiten.

Am 25.11.2021 sprach Juana Antieco, Mapuche-Tehuelche Vertreterin aus Argentinien, über ihre Erfahrungen und Sicht auf die Verteidigung des Lebensgebietes und der Kultur der Mapuche in Argentinien (Defensa territorial y cultural desda la perspectiva de una mujer Mapuche de Argentina). Juanas Beitrag wurde ergänzt durch die Perspektive von Pedro Coña Caniullan, Mapuche aus Chile.

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