Online Diskussionsrunde: Junge Stimmen für nachhaltige Zukunft

INFOE, gemeinsam mit dem Institut für Ethnologie und dem Global South Study Center der Universität Köln laden Sie zur Online Diskussionsrunde

Young Voices: Envisioning Sustainable Futures

am 7.12.2020 von 14:00 bis 16:00 Uhr ein.

Angesichts globaler Krisen wie dem Verlust biologischer Vielfalt, dem Klimawandel sowie der aktuellen Corona-Krise und damit verbundener apokalyptischer Vorhersagen der Zukunft, setzen sich viele junge Menschen für alternative Lebensweisen ein. Diese Diskussionsrunde bringt vier junge Aktivist*innen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen, die alle inspiriert sind, eine gerechtere, fürsorglichere und nachhaltigere Zukunft zu gestalten.

Esther Atem vom Karamojong Development Forum in Uganda, Tehersiana Duyung vom Institut Dayakologi in Indonesien, Vivien Hoffmann von ‚Students for Future‘ in Deutschland und Nutdanai Trakansuphakon von der Pgakenyaw Association for Sustainable Development in Thailand werden sich in einem Dialog über ihre Visionen von der Zukunft austauschen. Gemeinsam mit ihnen diskutieren wir, was ein „gutes Leben“, eine „grüne Zukunft“ und eine nachhaltige Entwicklung im jeweiligen Kontext der jungen Diskussionsteilnehmer*innen ausmachen. Darüber hinaus betrachten wir die Herausforderungen, die bewältigt werden müssen, um ihre Visionen sowohl lokal als auch global zu verwirklichen. Welche gemeinsamen Ziele und Strategien können identifiziert werden? Wie können wir als Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen oder engagierte Bürger*innen gemeinsam nach einer nachhaltigeren Lebensweise streben und uns gegenseitig unterstützen, obwohl wir uns an sehr unterschiedlichen Orten und in sehr unterschiedlichen Umgebungen befinden?

Bitte melden Sie sich bei Michaela Haug (mhaug@uni-koeln.de) oder Sabine Schielmann (sabine@infoe.de) an. Die Diskussionsrunde findet auf Englisch statt. For information in English, please click on the poster.

Indigene Völker und Klimawandel

In Wintersemester 2020/21 kooperiert INFOE wieder mit dem Institut für Ethnologie der Universität zu Köln im Rahmen einer Vortragsreihe zum Thema ‚Indigene und Klimawandel‘.

Die Vortragsreihe (als ZOOM-Meetings) wird auf Englisch stattfinden und von Sarah Mund gemeinsam mit INFOE organisiert. Sie knüpft an die die Thematik des Seminars von Prof. Bollig „The Anthropology of Climate and Climate Change“ an.

In den Zoom-Meetings werden indigene VertreterInnen aus verschiedenen Ländern ihre Perspektive auf das sich verändernde Klima teilen und anschließend mit den TeilnehmerInnen diskutieren.

Die Termine und Themen der Vorträge werden zeitnah auf der Seite des Instituts für Ethnologie veröffentlicht. Es stehen bereits fest:

24.11.2020, 14:00Uhr:
Rodion Sulyandziga, Center for support of indigenous peoples of the North (CSIPN), Russia:
Engagement of Udege people in protected areas management and climate change mitgation

15.12. 2020, 14:00Uhr
Jasmine Neosh, College of Menominee Nation, USA:
The Menominee sustainable forest management as a basis for community resilience in times of climate change and crisis

19.01.2021:
Pasang Dolma Sherpa, Centre for Indigeneous Peoples Research and Development (CIPRED), Nepal:
Climate change in the Himalaya region and progressive Gurung women for resilient communities in Nepal

02.02.2021:
Simon Peter Longoli, Karamoja Development Funds, Uganda:
Etamam -traditional negotiation mechanism of the Karamojong in times of multiple crisis

Interessierte können sich bereits bei Sarah Mund (smund4@uni-koeln.de) für die Vortragsreihe anmelden und erhalten dann alle weiteren Informationen und die Zoom-Einladungslinks der einzelnen Sitzungen.

The information on the lecture series which will be held in English is also available in English.

Maloka – für Verständigung und Partnerschaft zwischen den Völkern in Amazonien und weltweit

Zusammenfassung der Erfahrungsgeschichte zu SDG17 von Arlen Ribeira Calderon und Elke Falley-Rothkopf

Die Weltgemeinschaft steht heute vor Problemen und Krisen, denen sie sich erst vor Kurzem bewusst wurde. Was in Zukunft noch kommen wird, kann sie nur erahnen. Diese Krisen, denen wir gegenüberstehen, sind größtenteils durch die sogenannte “Entwicklung” und die unkontrollierte Plünderung der natürlichen Ressourcen entstanden. Sie bringen als Konsequenz abrupte Änderungen insbesondere in Bezug auf das Klima, Pandemien und die Gefährdung der Gesundheit aller, wie wir es gerade erleben. Angesichts eines solchen Szenarios haben die Vereinten Nationen 2015 die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) formuliert, um so die Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und zu garantieren, dass alle Menschen in 2030 in Frieden und Wohlstand leben können.

SDG 17 fordert die Weltgemeinschaft dazu auf, neue Partnerschaften zu bilden und zu führen, um Herausforderungen zu bewältigen und zu lösen. Dabei ist der auch darauf zu richten, Partnerschaften mit indigenen Gemeinschaften, Institutionen und Personen aufzubauen und zu führen. Und sie müssen neu in dem Sinne sein, dass sie die unheilvolle Tradition der Ausnutzung, Geringschätzung und Verachtung gegenüber indigenen Völkern und umgekehrt die Unterlegenheit und das Unterlegenheitsgefühl derselben überwinden. Der interkulturelle Dialog, die Suche nach gemeinsamen Lösungen und die Weitergabe von Wissen – das alles ist zentrales Anliegen und Aufgabe der Maloka.

„Maloka – für Verständigung und Partnerschaft zwischen den Völkern in Amazonien und weltweit“ weiterlesen