Traditionelles medizinisches Wissen der Matsés in Krisenzeiten

von Daniel Manquiol Jiménez Huanán und Elke Falley-Rothkopf

Gesundheit und Wohlergehen stehen für alle Menschen besonders in der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie an oberster Stelle. Die Pandemie betrifft alle Menschen in fast allen Ländern der Welt. Jedoch trifft sie nicht alle Bevölkerungsgruppen in den jeweiligen Ländern gleichermaßen, denn bereits gesundheitlich, sozial oder wirtschaftlich geschwächte und marginalisierte Menschen sind besonders betroffen. In dieser Pandemie, wenngleich sie auch viele im Umgang mit den Auswirkungen und in der Bekämpfung der Krankheit eint, zeigt sich auch ein unterschiedliches Verständnis von Gesundheit und Wohlergehen und wie dieses erreicht und erhalten werden kann.

In Deutschland stehen im Zusammenhang mit der Pandemie sowie grundsätzlich zur Erreichung von SDG 3 der „[…] Zugang zu guter medizinischer Versorgung, lebensrettenden Medikamenten, gesunder Ernährung, sauberem Wasser und guter Luft […]“ im Vordergrund.[1] In der aktuellen Coronavirus-Pandemie finden sich weltweit betrachtet große Unterschiede beim Zugang zu guter medizinischer Versorgung und lebensrettender medizinischer Technik, während die sog. Biomedizin speziell gegen das Covid 19-Virus noch über kein Medikament verfügt.

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Erneuerbare Energien und Indigene Völker – ein Beispiel von Haida Gwaii

von Pedro Coña Caniullan

Laut einem Bericht der Weltbank und anderer Organisationen zufolge haben derzeit etwa 800 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu Elektrizität. 84% dieser Menschen leben in ländlichen Gebieten.[1] Um das nachhaltige Entwicklungsziel 7 (SDG 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern) zu erreichen, müssen die Länder ihre Anstrengungen verstärken und sowohl den Energieverbrauch weiter reduzieren als auch den Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromversorgung erhöhen. SDG7 ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral und nachdrücklich verbunden mit anderen SDGs wie der Beendigung von Armut (SDG1) und Hunger (SDG2), mit wirtschaftlicher Entwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen (SDG8), der Stärkung von Frauen (SDG5) und nicht zuletzt mit dem Klimaschutz (SDG13).[2]

Deutschland gilt als „Energiewende-Land“ und der Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromversorgung nimmt ständig zu. Damit leistet Deutschland seinen Beitrag zu Unterziel 7.2. Zur Erreichung des Klimaziels 2020 sind jedoch weitere Schritte zum Ausstieg aus dem Kohlebergbau sowie zur Anpassung der Stromnetze und zur Reduzierung des Energieverbrauchs insgesamt notwendig. Bedingt durch die Maßnahmen in der Corona-Krise wird Deutschland sein Klimaziel für 2020 entgegen aller Prognosen voraussichtlich dennoch erreichen. [3]

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