Online-Workshop: Ein indigener Blick auf Wald und Waldnutzung

indigenerWald.max-1280x1280.format-jpegIm Rahmen des INFOE Projekts zum Beitrag indigener Völker und Gemeinschaften zu den SDGs hatten wir u. a. einen Workshop beim Ja!NUN Festival in Springe geplant. Dieser Workshop findet nun Online in Kooperation mit dem Ja!NUN Festival Team und dem BUNDJugend Niedersachsen am Samstag den 9. Mai 2020 von 10:00 bis 14:00Uhr statt.

Wer Interesse hat, kann sich hier anmelden.

Weltweit zählen 370 Millionen Menschen zu den indigener Völkern; etwa 60 Millionen von ihnen sind für ihr Überleben vom Wald abhängig. Indigene Waldbewohner*innen sehen den Wald nicht nur als Quelle für Nahrung und Lebensunterhalt, sondern als wesentliche Grundlage ihrer Identitäten, Kulturen und sozialen Organisationen.

Indigenes Wissen über Wälder

Indigene und lokale Waldbewohner*innen besitzen ein komplexes traditionelles Wissen von der reichhaltigen biologischen Vielfalt und den ökologischen Prozessen in Wäldern. Ihre traditionelle Waldwirtschaft hat wesentlich zum Erhalt der letzten verbleibenden Urwälder beigetragen, die häufig in den Lebensgebieten indigener Völker zu finden sind.

Waldnutzung und Menschenrechte

Trotzdem werden dieses Wissen und die nachhaltigen Nutzungs- und Schutzpraktiken indigener Völker nicht immer anerkannt und berücksichtigt und sind häufig durch die Plantagenwirtschaft von Forstkonzernen, die Missachtung ihrer Rechte, den Verlust ihrer Ressourcen und den Klimawandel bedroht.

Im Webinar werfen wir mit visuellen Inputs, Gesprächen und einer kleinen Pausen-Üübung draußen einen anderen Blick auf den Wald. Wir erfahren etwas über das indigene Verständnis von Waldnutzung und -schutz bei den Mapuche in Chile und finden gemeinsam heraus, welche Möglichkeiten und Grenzen es für eine nachhaltige Waldnutzung gibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.