Ein Garant für Waldschutz

Territorien im Amazonas, die von der indigenen Bevölkerung kontrolliert werden, sind weniger von Abholzungen betroffen. Hier bilden die Regenwälder einen wertvollen Kohlenstoffspeicher und schützen aktiv das Klima.

Die Bedeutung der Existenz der indigenen Völker, für den Schutz der Wälder und somit für die Abschwächung des anthropogenen Klimawandels, lässt sich genauestens in Amazonien belegen:

Studien haben herausgefunden, dass es im Amazonasgebiet signifikante Unterschiede gibt zwischen der Entwaldung in den Indigenen Territorien, in den Naturschutzgebieten und den Wäldern außerhalb: 83% der gesamten Entwaldung zwischen 2000 bis 2015 ereigneten sich außerhalb der indigenen Gebiete und der Naturschutzgebiete.grafiken

Fotos: Regenwald des Amazonas. Von Bärbel Henneberger

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Lernlandschaft Klimagerechtigkeit

Das Projekt ecapio hat eine Online Lernlandschaft zum Thema „Klimagerechtigkeit“ erschaffen. Hier werden die vielfältigen Facetten des komplexen Themas erklärt.

Um Klimagerechtigkeit zu erklären, muss zuerst die Bedeutung von Klimaungerechtigkeit erklärt werden. Der aktuelle Klimawandel ist menschengemacht: Seit Beginn der Industrialisierung steigt die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre. Die Treibhausgase entstehen vor allem bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Gas und Öl sowie in der industrialisierten Landwirtschaft. (Mehr im Themenbereich anthropogener Klimawandel in der Lernlandschaft) Die historischen Verursacher des aktuellen Klimawandels sind die Industrieländer des globalen Nordens. Die Treibhausgase und ihre langfristigen Folgen für das globale Klimasystem kennen jedoch keine Ländergrenzen.

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Auswirkungen des Klimawandels auf die indigene Bevölkerung in Sibirien

Die borealen Wälder in Russland spüren die Erwärmung der Atmosphäre. Waldökosysteme geraten durcheinander und damit auch die Lebensgrundlage- und weise der indigenen Bevölkerung. Dr. Rodion Sulyandziga erklärt wie sich der Klimawandel in seiner Heimatregion auswirkt & welche Maßnahmen die indigene Bevölkerung auf der UN-Klimakonferenz deshalb fordern.

 

Tschadsee in Gefahr

Im Süden der Sahara befinden sich einen Seenlandschaft. Doch die Klimakrise lässt sie austrocknen und beeinträchtigt das Leben der indigenen Bevölkerung.

Eines der Betroffenen Länder ist der Tschad. Es ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Seine Bevölkerung lebt primär von der Landwirtschaft und ist aufgrund seiner unterschiedlichen Landschaften auch kulturell voller Vielfalt. Die Menschen haben sich über Jahrtausenden an die teils extremen Bedingungen angepasst. Die indigene Bevölkerung der Peul zum Beispiel wandert jährlich mit ihren großen Viehherden, den afrikanischen Kühen, von Nord nach Süd und wieder zurück. Sie orientieren sich an Regen- und Dürrezeit.

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Doch mit dem Klimawandel steigen die Temperaturen, die Dürrezeit wird länger, der Regen weniger. Und die großen Seen trocknen aus. Die Fläche des Tschadsees schrumpfte seit 1963 um mehr als 90 %.

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